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Selbstmorde in Wales: Ist das Internet schuld?

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Selbstmorde in Wales: Ist das Internet schuld?

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Bei Selbstmordserien durch Internetseiten dachte man bisher an Japan. Jetzt ermittelt die Polizei in Großbritannien. In den vergangenen elf Monaten erhängten sich sechs junge Männer im Umkreis von Bridgend im Süden von Wales. Und vor einer Woche wurde nun die 17-jährige Schülerin Natasha Randall erhängt in ihrem Zimmer gefunden. Waren sie alle durch dieselbe Internetseite zum Selbstmord gebracht worden?

“Wir werden uns Natashas Computer näher ansehen und so hoffentlich die Umstände klären, die zu ihrem Tod führten,” sagt Ermittler Tim Jones.

Einige der Jugendlichen kannten sich untereinander. Im Februar 2007 hatte sich Thomas Davies das Leben genommen. Sein Stiefvater meint, Thomas kannte mit Sicherheit zwei der anderen Jungs.
“Sie sahen sich in der Freizeit, tranken zusammen, liefen sich in Pubs und Diskotheken über den Weg – Bridgend ist nicht so groß. Selbstmord ist jedoch ein weit verbreitetes Problem in dieser Generation, dieser Altersgruppe,” sagt der Stiefvater.

Politiker der Region warnten davor, Selbstmord auf Webseiten romantisch zu verklären. Die Betreiber der fraglichen Seite sagten, sie wollten mit der Polizei zusammenarbeiten.