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Brüssel will mehr Sicherheit bei Kinderspielzeug

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Brüssel will mehr Sicherheit bei Kinderspielzeug

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Kinderspielzeug mit gefährlichen Inhaltsstoffen dürfte bald zum Auslaufmodell werden: Der Gesetzesvorschlag der EU-Kommission von diesem Freitag verbietet giftige oder krebserregende Chemikalien darin und senkt auch die zulässigen Höchstwerte für Schwermetalle. Der Zusatz von gut vierzig allergenen Geruchs- und Aromastoffen soll ebenfalls verboten werden.

Monique Goyens vom Europäischen Verbraucherschutzbund demonstriert an einem Beispiel, worauf man heute noch achten muss: “Diese Knetmasse hier enthält zuerst einmal kleine glitzernde Pailletten, über deren Zusammensetzung wir nichts wissen. Deshalb fordern wir genaue Hinweise auf dem Etikett. Außerdem beweist ihr Geruch, dass sie Parfum enthält. Alle Geruchsstoffe können allergieauslösend sein, deshalb verlangen wir, dass Parfum, welches nicht für die gute äußere Form nötig ist, im Spielzeug verboten wird.”

Die Verbraucherschützer begrüßten die Maßnahmen, halten sie aber für nicht weitgehend genug. Auch die Regeln für Kleinteile, die verschluckt werden könnten, sollen verschärft werden. Und Industriekommissar Günter Verheugen sagt der Verknüpfung von Spiel und Naschen den Kampf an: “Wir verbannen Spielzeuge vom Markt, bei denen Kinder etwas essen müssen, wie Schokolade etwa, bevor sie an das Spielzeug herankommen. Hier haben wir zum Beispiel eine Gelee-Masse, und darunter verbirgt sich ein Ring. Und das Kind kann nur den Ring bekommen, wenn es das Gelee isst. Und das wird verboten.”

Die berühmten Überraschungseier tastet aber auch die Kommission nicht an: Schließlich kämen die Kinder hier an das Spielzeug heran, auch ohne die Schokolade selbst essen zu müssen…