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Neuer Durchbruch - Grenze des Gazastreifens zu Ägypten weiter offen

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Neuer Durchbruch - Grenze des Gazastreifens zu Ägypten weiter offen

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Trotz massiven Einsatzes hat Ägypten die Grenze zum Gazastreifen nicht schließen können. Mit einem Bulldozer haben Extremisten zwei neue Löcher in die Mauer gerissen. Unter den Augen der Polizei strömten erneut hunderte Menschen in den ägytischen Teil der Stadt Rafah. Sie jubelten der radikalismalischen Hamas zu, die seit mehr als einem halben Jahr den Gazastreifen kontrolliert.

Zuvor hatten ägyptische Sondereinheiten versucht, einen weiteren Übergang zu schließen. Die Grenze war seit Mittwoch offen, nachdem Mitglieder der Hamas Löcher in die Sperranlage gesprengt hatten. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Es kam zu Zusammenstößen. Um die Menschen zur Rückkehr zu bewegen, wurden keine Warenlieferungen mehr nach Rafah gelassen. Nach UN-Angaben deckten sich mehr als eine halbe Million Palästinenser in Ägypten mit Lebensmitteln und Benzin ein.

Israel und die USA zeigten sich besorgt über die Grenzöffnung. Sie befürchten, dass die Hamas Waffen in den Gazastreifen schmuggelt. Für Ägyptens Präsident Husni Mubarak ist die Lage schwierig: Er wolle zwar das Elend der Menschen lindern, so Mubarak, sich jedoch nicht in die inneren Probleme der Palästinenser hineinziehen lassen.