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Regierung versucht nach Société Générale-Skandal Imageschaden abzuwenden

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Regierung versucht nach Société Générale-Skandal Imageschaden abzuwenden

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Die französische Regierung versucht, nach dem Skandal um die französische Société Générale einen Imageschaden vom Bankensystem abzuwenden. Derweil prangz auf den Titelseiten das Bild Jérome Kerviels – der mit monatelangen Scheingeschäften die Bank um fast fünf Milliarden Euro geprellt haben soll.

Ein Einzelfall, der die Stabilität und Verlässlichkeit des französischen Finanzsystems nicht gefährde, so Präsident Nicolas Sarkozy beim Besuch in Indien: Der großangelegte, interne Betrug bei Société Générale könne nicht in Verbindung gebracht werden mit der Situation auf den internationalen Finanzmärkten, ausgelöst durch die US-Immobilienkrise.

Auch Zentralbank-Gouverneur Christian Noyer nannte das französischen Bankensystem “gesund und solide”. Warum der Betrug dennoch über ein Jahr lang unentdeckt blieb, beschäftigt jetzt die Experten. Die Schutzgemeinschaft der Kleinanleger habe Anzeige erstattet, sagte ihr Vorsitzender Didier Cornardeau. Seine Organisation fordere eine gründliche Untersuchung. Ein derartiger Betrug dürfe nie wieder passieren.

Nach Ansicht Londoner Banker könnten die Scheingeschäfte zu den Turbulenzen auf den Weltmärkten beigetragen haben. Auf dem Parkett ging es für die Société Générale indes wieder aufwärts: Die Aktie öffnete im Plus.