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Annan verurteilt Blutvergießen in Kenia

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Annan verurteilt Blutvergießen in Kenia

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In Kenia halten die blutigen Unruhen an. Mindestens 19 neue Todesfälle zählte die Polizei in Nakuru, der Hauptstadt des einst bei Touristen beliebten Rift Valley. Damit sind dort während der vergangenen beiden Tage 45 Menschen der Gewalt zum Opfer gefallen. Weitere einhundert wurden verletzt. Das Krankenhaus in Nakuru ist vollkommen überlastet. Zur Unterstützung schickte das Rote Kreuz einen LKW mit Medizin.

Der um Vermittlung bemühte frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan besuchte die Unruheprovinz: “Wir haben grobe und systematische Menschenrechts-Verstöße gesehen”, so Annan. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Das umstrittene Ergebnis der Präsidentenwahl vor vier Wochen hat Kenia in eine tiefe Krise gestürzt. Seither bekriegen sich die Kikuyus von Präsident Mwai Kibaki mit den Kalenjin, die Oppositionsführer Raila Odinga unterstützen. Bis zu 800 Menschen kamen dabei ums Leben. Mehr als eine Viertelmillion Kenianer sind auf der Flucht.

Ein von Annan vermitteltes Treffen der Kontrahenten blieb am Donnerstag ohne konkretes Ergebnis. Vertreter der kenianischen Menschenrechtskommission forderten in new York den Weltsicherheitsrat auf, Annans Mission zu unterstützen, bevor die Krise noch schlimmer werde.