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Deutsche Landtagswahlen: SPD siegt in Hessen, CDU in Niedersachsen

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Deutsche Landtagswahlen: SPD siegt in Hessen, CDU in Niedersachsen

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Bei den Landtagswahlen im deutschen Hessen hat Ministerpräsident Roland Koch eine herbe Niederlage einstecken müssen. Seine Christdemokraten büßten Hochrechnungen zufolge zweistellig ein. Die CDU wurde nur zweitstärkste Kraft. Stärkste Partei wurden die Sozialdemokraten. Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti konnte im Vergleich zu vor fünf Jahren stark hinzugewinnen.

An dritter Stelle rangiert die FDP, dahinter die Grünen. Es ist unklar, ob Koch – seit 1999 Landeschef – eine dritte Amtszeit regieren kann. Im Landtag käme es zu einem Patt zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb. Die Linkspartei lag zunächst knapp unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde.

In Niedersachens wird Christian Wulff Ministerpräsident bleiben. Seine CDU büßte zwar einige Prozentpunkte ein, doch Wulff wird seine Koalition mit der FDP fortsetzen können. Die Sozialdemokraten von Spitzenkandidat Wolfgang Jüttner wurden historischen Tiefstand zweitstärkste Kraft.

Grüne und FDP sind sicher wieder im Landtag vertreten. Erstmals gelang auch der Links-Partei mit mehr als sechs Prozent der Einzug in das Parlament eines westdeutschen Flächenlandes.

Die Ergebnisse gelten als richtungsweisend für die Politik in Berlin, wo CDU und SPD gemeinsam regieren. Die Beteiligung war in Niedersachsen geringer, in Hessen höher als bei der letzten Wahl in 2003.