Eilmeldung

Eilmeldung

Erneut Todesopfer bei Unruhen in Kenia

Sie lesen gerade:

Erneut Todesopfer bei Unruhen in Kenia

Schriftgrösse Aa Aa

Bei ethnischen Unruhen sind in der Provinzhauptstadt des zentralkenianischen Rift Valleys nach Medienberichten in den vergangenen Tagen mehr als 50 Menschen getötet worden. In Nakuru seien seit dem vergangenen Donnerstag zudem mehr als 100 Menschen verletzt worden. Die Polizei berichtete von 31 Toten. Die Gewalt weitete sich auf die ebenfalls im Rift Valley gelegene Stadt Naivasha aus.

Dort seien am Wochenende mindestens neun Menschen getötet und mehrere Häuser in Brand gesteckt worden. Zahlreiche Einwohner flüchteten aus der Stadt, nachdem mit Macheten bewaffnete Angehörige verschiedener Stammesgruppen aufeinander losgegangen waren.
Auslöser der Ausschreitungen in dem Ostafrikanischen Land ist der umstrittene Sieg von Amtsinhaber Mwai Kibaki bei der Präsidentenwahl am 27. Dezember, der zu blutigen Zusammenstößen zwischen verschiedenen Volksgruppen geführt hat. Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan traf am Sonntag mit Oppositionsführer Raila Odinga zusammen. Odinga erkennt den Ausgang der Wahl nicht an. Bei den Ausschreitungen wurden in Kenia bislang mehr als 750 Menschen getötet. Ein von Annan vermitteltes Treffen von Präsident Kibaki mit Odinga hatte am Donnerstag keinen Durchbruch gebracht.