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Gewalt in Kenia eskaliert

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Gewalt in Kenia eskaliert

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Die blutigen Stammeskämpfe in Westkenia eskalieren. In den bislang friedlichen Städten Nakuru und Naivasha wurden mehr als siebzig Menschen getötet. Insgesamt starben in den Uruhen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl bisher mehr als 800 Menschen.

In den im Ostafrikanischen Grabenbruch gelegenen Ortschaften gingen rivalisierende Volksgruppen mit Macheten und Knüppeln aufeinander und die Polizei los. Die Unruhen haben jetzt auch auf eine für den Tourismus wichtige Gegend übergeriffen. Mit ihrem reichhaltigen Tierbestand ziehen die Nationalparks um Nakuru und Naivasha zahlreiche Ausländer an, Navisha ist das Zentrum des kenianischen Schrittblumen-Anbaus.

Die Lage hat sich verschärft, weil jetzt die schon zu britischer Kolonialzeit mächtigen Kikuyus zurückschlagen. Nachdem der ihrem Stamm angehördende Präsident Mwai Kibaki zum Wahlsieger erklärt worden war, hatte sich die Wut der anderen Volksgruppen, die Oppositionsführer Raila Odinga unterstützen, gegen sie gerichtet.