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Mutmaßlicher Milliardenbetrüger wird weiter in Paris vernommen

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Mutmaßlicher Milliardenbetrüger wird weiter in Paris vernommen

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In Paris ist am zweiten Tag in Folge der mutmaßliche Milliardenbetrüger Jérome Kerviel verhört worden. Er hatte sich am Samstag selbst der Polizei zur Verfügung gestellt und war in Gewahrsam genommen worden. Heute soll er dem Haftrichter vorgeführt werden, der darüber entscheiden muss, ob ein Verfahren gegen Kerviel eröffnet wird. Nach ersten Erkenntnissen hat er sich nicht selbst bereichert. Der Chef der französischen Finanzbrigade, Jean-Michel Aldebert, sagte, Kerviel sei kooperativ und gebe interessante Details bekannt. Er äußere sich zu den Vorwürfen, die ihm von der Société Générale gemacht würden.

Die französische Großbank hatte zuvor Anzeige wegen Betrugs gegen den 31-Jährigen erstattet. Sie blieb bei der Darstellung, er sei allein für den Schaden in Höhe von 4,9 Milliarden Euro verantwortlich. Die Société Générale bestätigte auch, dass der Händler unter anderem auf den deutschen Leitindex DAX spekuliert habe. Die Bank soll von deutscher Seite gewarnt worden sein. Sie kündigte an, das Kontrollsystem von externen Experten ausbauen zu lassen. Vorwürfe, die Bank habe Manipulationen des Juniorhändlers vorgeschoben, um eigene Versäumnisse zu vertuschen, wies die Geschäftsführung zurück.