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SEPA-Start: Europa auf dem Weg zum einheitlichen Zahlungsverkehrsraum

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SEPA-Start: Europa auf dem Weg zum einheitlichen Zahlungsverkehrsraum

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Nach dem Euro macht die EU den nächsten Schritt hin zum europaweit einheitlichen Zahlungsverkehr: Mit Start des SEPA, des Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums in den 27 Mitgliedsstaaten, der Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island an diesem Montag werden nun grenzüberschreitende Überweisungen wie nationale behandelt. Dies soll Kosten von über einer Milliarde Euro einsparen, kommt zunächst aber eher Firmenkunden zu Gute.

“Kurzfristig macht der SEPA für die Bürger kaum Unterschiede” meint Rasmus Kjeldahl, Präsident des Europäischen Verbraucherschutzverbändes, “wir können hoffen, dass er langfristig mehr Wettbewerb im Bank-Sektor bringt und vielleicht geringere Gebühren für die Verbraucher. Aber es besteht die Gefahr, dass es ein langwieriger Prozess wird, die Banken die Veränderungen behindern und dass wir am Ende ein System haben, dass noch teurer ist als das heutige.”

Banken und EU-Politiker werben hingegen damit, dass langfristig Überweisungen, Kartenzahlungen und Lastschriften in Euro international das Gleiche kosten wie innerhalb eines Landes. Dies macht sich insbesondere in den Ländern bemerkbar, die nicht zur Euro-Zone gehören.