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Startkommando: Eufor-Soldaten können Richtung Tschad aufbrechen

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Startkommando: Eufor-Soldaten können Richtung Tschad aufbrechen

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Nach mehrmonatiger Verzögerung wird die EU nun knapp 4000 Eufor-Soldaten in den Tschad und die Zentralafrikanische Republik entsenden. Die Außenminister gaben in Brüssel grünes Licht für die Mission. Die ersten Soldaten sollen Anfang Februar im Einsatzgebiet eintreffen, bis Juni soll der Rest der 3.700 Mann folgen.

14 Länder schicken Truppen, wobei Frankreich über die Hälfte stellt. Größere Kontingente wurden auch von Polen und Irland zugesagt.

Die Minister läuteten damit die bislang wichtigste gemeinsame militärische Operation der EU außerhalb Europas ohne Hilfe der NATO ein. Sie soll für die Sicherheit der Flüchtlinge im Osten des Tschads sowie der Mitarbeiter der Vereinten Nationen dort sorgen und die humanitäre Hilfe erleichtern.

Das Kommando im operationellen Hauptquartier in Paris wird der irische General Patrick Nash übernehmen. Der Einsatz ist vorerst auf ein Jahr befristet, an den Kosten von rund 120 Millionen Euro beteiligt sich Deutschland mit über zwanzig Mililonen. Anders als Österreich entsendet Deutschland aber keine Truppen.

Durch den Bürgerkrieg in der westsudanesischen Provinz Darfur, der 2003 begann und sich inzwischen auf den benachbarten Ost-Tschad ausweitete, sind mehr als vierhunderttausend Menschen in der Region zu Flüchtlingen geworden, sowohl Sudanesen als auch Bewohner des Tschads. Ursprünglich sollte die Mission zu ihrem Schutz im November starten, doch fehlte es an Transportflugzeugen und Hubschraubern.