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Todesopfer bei Protesten in Beirut

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Todesopfer bei Protesten in Beirut

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In Beirut sind bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Opposition und Sicherheitskräften mindestens acht Demonstranten getötet und mehr als 20 verletzt worden. Mehrere Dutzend Demonstranten errichteten im Süden der libanesischen Hauptstadt mit brennenden Reifen eine Straßenblockade. Die Armee habe Warnschüsse abgefeuert, um sie auseinanderzutreiben.

Die Demonstranten zogen anschließend weiter und blockierten die Straße zum Flughafen. Sie steckten Autos in Brand. Es handelte sich um Anhänger der schiitischen Amal-Bewegung, die zu den engsten Verbündeten der pro-syrischen Hisbollah gehört. Offiziell richtete sich der Protest gegen häufige Stromausfälle in den südlichen Vororten Beiruts, die als Hochburg der Hisbollah gelten. Das Militär hatte nach eigenen Angaben Warnschüsse über die Köpfe der Demonstranten abgegeben, die tödlichen Schüsse seien jedoch von unbekannter Seite abgefeuert worden. Es wurde eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Auch Demonstranten berichteten, es sei aus umliegenden Häusern auf den Protestzug geschossen worden.