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Wahlhilfe für Tadic - EU bietet Serbien Unterzeichnung des Kooperationsabkommens an

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Wahlhilfe für Tadic - EU bietet Serbien Unterzeichnung des Kooperationsabkommens an

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Als Signal für eine Annäherung an Serbien hat die EU angeboten, nach der Präsidentschaftswahl ein vorläufiges Kooperations- und Handelsabkommen zu unterzeichnen. Vor allem die Niederlande hatten verhindert, daß es zur Unterzeichnung des Stabilisierungs – und Assoziierungsabkommens kommt, wie sie Erweiterungskommissar Olli Rehn favorisiert hatte:

“Das Serbische Volk steht vor der Wahl zwischen einer europäischen Zukunft und einer nationalistischen Vergangenheit. Wir sollten heute ein starkes Signal für diese europäische Zukunft an Serbien senden, indem wir das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen bald unterzeichnen”, sagte Rehn vor dem Treffen der EU-Au’enminister in Brèssel am Montag.

Ob allerdings diese rasche Unterzeichnung in Belgrad den gewünschten Effekt gehabt hätte und Präsident Tadic bei der Stichwahl am kommenden Sonntag geholfen hätte, ist unklar. Wie aus diplomatischen Kreisen verlautet, habe der Vorschlag Rehns in Belgrad selbst eine gemischte Reaktion ausgelöst.

Die Minister befassten sich auch mit der Kosovo-Frage. Die EU erwartet, daß die Kosovo-Albaner nach der Präsidentschaftswahl einseitig ihre Unabhänigkeit von Serbien erklären werden.