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Wahlkommission in Russland lädt nur 400 ausländische Beobachter ein

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Wahlkommission in Russland lädt nur 400 ausländische Beobachter ein

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Einen Tag nach dem Ausschluss Michail Kasjanows von der Präsidentenwahl in Russland hat die Wahlkommission bekannt gemacht, dass die Anzahl der ausländischen Beobachter im Vergleich zu 2004 halbiert wird. Bei der Präsidentenwahl vor vier Jahren waren 800 Beobachter eingeladen worden, jetzt sollen es nur noch 400 sein. Bereits bei der Parlamentswahl im Dezember war es aus ähnlichen Ursachen zu einem Konflikt mit der OSZE gekommen. “Einschränkungen wird es für die ausländischen Beobachter nicht geben” , versicherte der Leiter der Wahlkommission Wladimir Tschurow. Am Sonntag war der liberale Politiker Kasjanow von der Abstimmung am zweiten März ausgeschlossen worden. Als Favorit gilt der vom Kreml gestützte Dmitri Medwedew. Weil Kasjanow gegen Medwedew ohnehin keine Chance gehabt hätte, wird nun selbst in Moskau über die Hintergründe der Entscheidung spekuliert.

Auch Kommunistenchef Gennadi Sjuganow kandidiert, hatte aber zugleich mit seinem Boykott gedroht. Dritter Bewerber ist der kremlnahe Nationalist Wladimir Schirinowski. Der vierte ist schließlich der ebenfalls als kremlnah geltende Chef der unbekannten Demokratischen Partei Russlands, Andrej Bogdanow.