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Berlusconi macht Druck

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Berlusconi macht Druck

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Der italienische Oppositionspolitiker Silvio Berlusconi will Neuwahlen und zwar so schnell wie möglich: im April. Eine Übergangsregierung, die dann eine Wahlrechtsreform durchsetzen soll, lehnt er ab. Berlusconi drohte außerdem mit dem Aufmarsch von Millionen Demonstranten in Rom, sollten Neuwahlen hinausgezögert werden.

Nach einem Treffen mit Staatspräsident Giorgio Napolitano sagte Berlusconi: “Eine Wahlrechtsreform scheitert nun schon seit zwei Jahren. Und eine Linkspartei wird eine Wahlreform erst recht nicht schaffen. Das Land braucht eine Regierung und zwar sofort.”

Der Chef der größten Links-Partei Walter Veltroni ist ebenfalls mit dem Staatspräsidenten zusammengetroffen. Veltroni befürwortet eine Übergangsregierung, Reformen und Neuwahlen am liebsten erst im Frühjahr 2009.

Ausgelöst wurde die Krise durch den Sturz der Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi.

Silvio Berlusconi sieht sich als Sieger möglicher Neuwahlen. Das Berlusconi-Lager ließ bereits die Korken knallen, der Senatspräsident musste zur Beherrschung mahnen.