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Erste Eufor-Soldaten im Tschad eingetroffen - es fehlen immer noch Hubschrauber und Soldaten

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Erste Eufor-Soldaten im Tschad eingetroffen - es fehlen immer noch Hubschrauber und Soldaten

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Es handelt sich um gut zwei Dutzend italienische Soldaten, die ein Feldlazarett aufbauen sollen. In den kommenden Monaten werden insgesamt 3.700 Soldaten aus der EU in den Ost-Tschad und die Zentralafrikanische Republik entsendet.

Nach dem Startsignal der Außenminister wurde die Mission an diesem Dienstag offiziell eingeleitet. Unter dem Kommando des irischen Generals Patrick Nash sollen die Eufor-Soldaten für die Sicherheit der Flüchtlinge und UN-Mitarbeiter im Einsatzgebiet sorgen. In Angriffsfall würden sie auch schießen, bekräftigte Nash: “Wir haben einen sehr klaren Auftrag: Wenn die Rebellen der Mission nicht ins Gehege kommen, dann kümmern wir uns nicht um sie. Wir treten in Aktion, wenn sie unserer Mission in die Quere kommen.”

Nash, der das Kommando vom Pariser Hauptquartier aus führt, betonte, dass die Truppe sich nicht die Innenpolitik des Tschad und die Konflikte zwischen Rebellen und Regierung verwickeln lassen wolle. Die Luftwaffe des Tschad bombardierte derweil Stellungen der Rebellen im Osten des Landes, wo die Eufor-Soldaten stationiert werden sollen.

Durch den Bürgerkrieg in der benachbarten westsudanesischen Provinz Darfur und dessen Ausweitung auf den Tschad sind in der Region etwa 400.000 Flüchtlinge auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bis Mitte Mai soll die Eufor-Truppe zu ihrem Schutz voll einsatzbereit sein, wobei General Nash einräumte, dass weiterhin noch Soldaten und Hubschrauber fehlten.