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Neue Gewaltakte in Kenia

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Neue Gewaltakte in Kenia

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Nach der Ermordung eines Oppositionspolitikers ist die Gewalt in Kenia neu aufgeflammt. In Naivasha feuerten Soldaten aus Hubschraubern Schüsse ab, um die Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen rivalisierender Volksgruppen zu beenden. Hunderte flohen aus der Stadt. Naivasha liegt im Westen des Landes. In der Nacht zum Dienstag war in der Hauptstadt Nairobi der oppositionelle Abgeordnete Melitus Mugabe Were in der Nähe seines Hauses erschossen worden.

Seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl Ende Dezember tobt ein Machtkampf zwischen dem Oppositionspolitiker Raila Odinga und Amtsinhaber Mwai Kibaki. Odinga, der dem getöteten Abgeordneten die letzte Ehre erwies, wirft Kibaki Wahlfälschung vor. Der Streit ist zu blutigen ethnischen Auseinandersetzungen eskaliert.

In Kibera wurden Barrikaden errichtet, Autos und Häuser in Brand gesetzt. Der frühere Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, der in Kenia vermittelt, äußerte die Hoffnung, dass einige Probleme bereits in vier Wochen gelöst werden könnten.