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Kenia: Neue Gewalt überschattet Verhandlungen

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Kenia: Neue Gewalt überschattet Verhandlungen

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Überschattet von neuer Gewalt haben in Kenia die Vermittlungen begonnen. Anhänger rivalisierender Stämme gingen aufeinander los, errichteten Barrikaden und zündeten Autos an. Mehr als zehn Menschen wurden getötet. Es sind die schwelenden Konflikte über Land und Einfluss, die wieder aufloderten. Seit dem umstrittenen Wahlsieg von Präsident Mwai Kibaki Ende Dezember haben sie mehr als 800 Menschen das Leben gekostet. Die Hoffnung seiner Gegner ruhen auf Vermittler Kofi Annan.

Der Tod eines Oppositionspolitikers hatte die Gewalt neu entflammt. Oppositionsführer Raila Odinga sprach von einem gezielten Attentat. Präsident Kibaki versprach eine schnelle Untersuchung.

Zum Auftakt der Gespräche zeigte sich Annan zuversichtlich, die Gewalt innerhalb von vier Wochen einzudämmen; die längerfristigen Probleme könnten in einem Jahr gelöst sein. Im Fernsehen warnte der frühere UN-Generalsekretär vor den Folgen der Unruhen.

Auch Odinga und Kibaki verurteilten die Gewalt. Beide wollen verhandeln – Kibaki will die Ordnung wieder herstellen, für Odinga ist die vermutete Wahlfälschung das dringendste Thema. Während die Kontrahenten beim Tee ein Signal der Hoffnung aussandten, diskutieren bereits die Verhandlungsteams. Sie wollen die Gespräche heute fortsetzen.