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Umstrittene Minister in Portugal ausgetauscht

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Umstrittene Minister in Portugal ausgetauscht

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Der Ministerwechsel in Portugal ist perfekt: Die zwei neuen Ressortchefs für Gesundheit und für Kultur haben ihr Amt angetreten. Ihre Vorgänger waren heftig umstritten; vor allem der alte Gesundheitsminister hatte mit einigen seiner Pläne scharfe Kritik auf sich gezogen.

Viele in Portugal hatten schon erwartet, dass Regierungschef José Socrates diesen Schritt jetzt gehen würde: Das halbe Jahr EU-Vorsitz ist vorbei, bis zur nächsten Wahl im kommenden Jahr ist noch ausreichend Zeit.

Über die neue Gesundheitsministerin Ana Jorge sagt Socrates, als Ärztin kenne sie sich auf dem Gebiet gut aus. Sie habe alle Voraussetzungen, um die Reform des Gesundheitssystems voranzutreiben, und zwar mit dem Vertrauen der Betroffenen.

Für Protest hatte der alte Gesundheitsminister vor allem mit seinen Plänen für die Notaufnahme in Krankenhäusern gesorgt. Kleinere Notaufnahmen sollen geschlossen werden, größere dafür ausgebaut.

Auch die neue Ministerin betont aber, die Reformen dienten der Verbesserung der medizinischen Versorgung. Man werde deshalb weiterhin Gespräche darüber führen, den Dialog aber vor allem noch verstärken.

Neuer Kulturminister ist Jose Ribeiro. Gegen seinen Vorgänger hatten Hunderte von Künstlern protestiert.