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Bußgelddrohungen in Millionenhöhe: Frankreich wegen mangelhafter Wasseraufbereitung am Pranger

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Bußgelddrohungen in Millionenhöhe: Frankreich wegen mangelhafter Wasseraufbereitung am Pranger

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Der Schein trügt: Das Wasser in etlichen Regionen Frankreichs ist derart belastet, dass der EU-Gerichtshof das Land nun erneut wegen Verletzung der europäischen Vorschriften verurteilte. Womit saftige Bußgelder drohen. Das jüngste Urteil betrifft drei Departements im Westen an der Atlantikküste. Dort ist das Trinkwasser seit nunmehr zehn Jahren mit weit mehr Pestiziden und Nitraten aus der Landwirtschaft belastet, als die EU-Richtlinien zulassen. Noch schlimmer sieht es in der Bretagne aus, hier schwelt seit Jahren ein Rechtsstreit.

Damit nicht genug, drohen wegen der ungenügenden Abwasseraufbereitung der französischen Städte weitere Bußgeldverfahren der EU-Kommission. Vor allem in Paris werden die Abwässer nicht so behandelt, wie nach EU-Recht vorgeschrieben. Damit können gefährliche Bakterien und Viren verbreitet werden. Auch hier wurde Frankreich vom EU-Gerichtshof verurteilt. Was den europäischen Gesetzhütern am wenigsten schmecken will, ist, dass die Behörden das Problem seit Jahren nur schleppend angehen.