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Chinas Schnee und die Staatsmedien

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Chinas Schnee und die Staatsmedien

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China kämpft weiterhin gegen Eiseskälte und Schnee. Betroffen ist vor allem die Mitte des Landes; mehr als sechzig Menschen sind schon ums Leben gekommen, Hunderttausende Reisende hängen fest. Wie in anderen Ländern auch zeigt das Fernsehen bewegende Bilder; über allem schwebt hier aber oft ein sanftes Lied – “Wir sind eine Familie”, heißt es da. Ausländischen Beobachtern fällt auf, dass die Regierung in der Berichterstattung eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl inszeniert.

Die Regierung und damit die Kommunistische Partei stellt sich dabei als die Kraft dar, die diese Probleme lösen kann. Ähnlich war es auch bei vergangenen Katastrophen wie der Flut vor zehn Jahren.

Der Politikwissenschaftler Joseph Cheng in Hongkong sagt dazu, die Führung in China wisse schon, wie sie die Medien nutze, um sich als fürsorglich und als Helfer darzustellen. Das sei bei Chinas Kommunisten guter Brauch, und es baue mögliche Unzufriedenheit unter den Menschen ab.

Dazu wird auch weiterhin Gelegenheit sein: Chinas Wetterdienst sagt noch für die nächsten zehn Tage Schnee und Eis voraus.