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Tadic und Nikolic in Serbien praktisch gleichauf

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Tadic und Nikolic in Serbien praktisch gleichauf

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Noch am Vorabend war Amtsinhaber Boris Tadic im einzigen Fernsehduell des Präsidentschaftswahlkampfs auf seinen Gegner getroffen, den Nationalisten Tomislav Nikolic.

Nikolic hält nichts von Europa und sucht das Heil in der Zuwendung zu Russland. Auch zu der Fernsehdebatte ist er aus Moskau eingeflogen, wo er sich mit russischen Spitzenpolitikern getroffen hatte – unter anderem mit dem Favoriten für das dortige Präsidentenamt, Dmitri Medwedjew.

Laut einer Schnellumfrage für eine Zeitung ist Tadic aus der Fernsehdebatte als Sieger hervorgegangen. Trotzdem ist sein Vorsprung in den Befragungen nur minimal; Wahlforscher sprechen von weniger als hunderttausend Stimmen und halten es für möglich, dass wegen des knappen Ausgangs am Wahlabend noch kein Ergebnis verkündet werden kann.

Den ersten Wahlgang hatte Nikolic überraschend deutlich gewonnen: 40 Prozent für ihn, gut 35 für Tadic. In der Stichwahl am Sonntag stimmen die Serben nun nicht nur über ihren Präsidenten ab, sondern auch über den weiteren Kurs ihres Landes.