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Zinsverfall in den USA bedroht zunehmend europäische Exporteure

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Zinsverfall in den USA bedroht zunehmend europäische Exporteure

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Die aggressive Zinssenkungspolitik der US-Notenbank wird in Europa zunehmend kritisch gesehen. Zwar sei der jüngste Schritt angesichts der Konjunkturflaute in den USA folgerichtig gewesen, meint etwa der Vorsitzende der Eurogruppe Jean-Claude Juncker.

Doch dürfe es kein weiteres Auseinanderdriften der Zinsniveaus diesseits und jenseits des Atlantiks geben. Dies wäre schlecht für europäische Exporteure. Zum ersten Mal seit 2004 sind die Zinsen in der Eurozone höher als in den USA.

Der US-Bauunternehmer Ara Hovnanian begrüsst die Aggressivität der Federal Reserve. Die Immobilienmarkt sei aus den Fugen geraten und brauche Stabilität und Vertrauen. Dazu habe die Notenbank beigetragen.

Für die Europäische Zentralbank hat sich die Lage indes nicht verbessert, sie bleibt in einem Dilemma. Um die Konjunktur anzukurbeln und Exporteure zu stützen, müsste sie die Leitzinsen ebenfalls senken. Nur so kann verhindert werden, dass der Euro immer stärker wird und dass Wettbewerbsnachteile entstehen.

Andererseits sind der EZB wegen der steigenden Inflation in der Eurozone die Hände gebunden. Die Verbraucherpreise stiegen im Januar auf 3,2 Prozent, den höchsten Stand seit Mai 2001. Preisstabilität sieht die EZB aber nur bei zwei Prozent und weniger.