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Rekordangebot von Microsoft für Yahoo-Übernahme

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Rekordangebot von Microsoft für Yahoo-Übernahme

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Der weltgrößte Softwareanbieter Microsoft will für rund 30 Milliarden Euro den Internet-Konzern Yahoo! kaufen. Das ist ein frontaler Angriff auf den Suchmaschinen-Primus Google. Die Übernahme wäre die bisher größte innerhalb der Internet-Branche.

Die mit Yahoo! vorher nicht abgesprochene Offerte ködert die Aktionäre mit einem kräftigen Aufpreis von 62 Prozent. Für Finanzanalysten ist der Wettbewerb Hauptgrund für die Offerte.

In der Gunst der Internetgemeinde hatte Google den Riesen Microsoft regelmäßig abgehängt. Google-Seiten konnten 2007 im Schnitt monatlich 530 Millionen Besucher anlocken, Microsoft-Seiten nur 522 Millionen.

Konkurrent Google hatte in dieser Woche erneut einen deutlichen Gewinnanstieg gemeldet. Google expandiert über seine Suchmaschine und das Werbegeschäft hinaus derzeit massiv in neue Bereiche. Googles Marktanteil bei der weltweiten Online-Suche wird auf 75 Prozent geschätzt.

Microsoft machte 2007 nach Branchenschätzungen gerade einmal ein Sechstel des Online-Werbe-Umsatzes seines großen Rivalen. Für den Konzern arbeiten rund 80 000 Menschen.

Yahoo! kämpft mit Ertragsproblemen und beschäftigt derzeit rund 14 300 Mitarbeiter. Rund 1000 Stellen sollen abgebaut werden. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Yahoo!-Aktie mehr als ein Viertel ihres Werts verloren.

Für eine erfolgreiche Übernahme müssen die Yahoo!-Aktionäre die Offerte annehmen. Die Aktien des Internet-Portals sind breit gestreut ohne dominierende Großaktionäre. Auch die Wettbewerbshüter müssten grünes Licht geben. Microsoft ist wegen seiner Dominanz im Bereich Software unter strenger Beobachtung der Kartellwächter und bekam immer wieder Streit.