Eilmeldung

Eilmeldung

Telekomausrüster Ericsson will 4000 Stellen streichen

Sie lesen gerade:

Telekomausrüster Ericsson will 4000 Stellen streichen

Schriftgrösse Aa Aa

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson will nach einem unerwartet schwachen Gewinn weltweit etwa 4000 Stellen abbauen – wieviele davon in Deutschland ist nach Firmenangaben noch offen. In Deutschland beschäftigt Ericsson insgesamt 2400 Mitarbeiter, weltweit sind es 74.000.

Firmenchef Carl-Henric Svanberg:
“Wir müssen uns auf einen stagnierenden Markt einstellen. Also sind wir gezwungen, unsere Kosten anzupassen – wenn nicht, dann riskieren wir unsere weltweite Marktführerschaft. Wir werden in Schweden 1 000 Arbeitsplätze streichen. Dabei sparen wir Forschung und Entwicklung aus.”

Im letzten Quartal 2007 war der Betriebsgewinn auf umgerechnet 807 Millionen Euro gefallen – über ein Drittel weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Im ganzen Jahr 2007 landete der Betriebsgewinn 14 Prozent unter dem des Jahres 2006.

Der Gewinnrückgang in den vergangenen Quartalen geht vor allem darauf zurück, dass Ericsson immer weniger Geschäft mit gewinnträchtigen Modernisierungen von Netzwerken macht und statt dessen zunehmend an der weniger profitablen Einrichtung von Netzwerken beteiligt ist.

Jüngsten Erhebungen zufolge kommt Ericsson derzeit auf einen Marktanteil von 41,1 Prozent. Konkurrent Nokia Siemens Networks (NSN) liegt bei 35,5 Prozent. Die Hoffnung liege nun in China, sagte Svanberg. Auch wenn die Wettbewerber hier verloren hätten, sei der Marktanteil in dem asiatischen Land gesteigert worden.

Ericsson mußte bereits Anfang des Jahrzehnts mit immensen Verlusten fertigwerden, als die Dot.Com-Blase platzte. Die Zahl der Beschäftigten wurde halbiert.