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Serbien vor wegweisender Präsidentenwahl

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Serbien vor wegweisender Präsidentenwahl

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Serbien wählt morgen in einer Stichwahl seinen neuen Präsidenten. Der Wahlgang wird in serbischen Medien als “schicksalhaft” bezeichnet, denn die fast sieben Millionen Stimmberechtigten haben die Wahl zwischen dem Ultranationalisten Tomislav Nikolic und dem amtierenden Präsidenten Boris Tadic.

Von der Wahl des Staatsoberhaupts werden wesentliche Weichenstellungen über die Zukunft des Balkanlandes erwartet. Vor allem entscheiden sich die Wähler indirekt für oder gegen die Europäische Union. Amtsinhaber Tadic, der Vorsitzende der Demokratischen Partei, strebt einen EU-Beitritt Serbiens an – und auch den Beitritt zur NATO. Nach letzten Umfragen kann Tadic mit einem sehr knappen Vorsprung rechnen, aber selbst erfahrene Wahlbeobachter wagten keine Prognose.

Im ersten Wahlgang lag Nikolic vorn. Mit seiner extrem-nationalistischen Serbischen Radikalen Partei lehnt er einen Beitritt zu EU und NATO ab. Einig sind sich beide Kandidaten in der Ablehnung einer Unabhängigkeit der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz Kosovo im Süden Serbiens.