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Europäische Messe für den fairen Handel

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Europäische Messe für den fairen Handel

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Mehr als einhundertfünfzig Aussteller haben an diesem Wochenende im französischen Lyon ihren Beitrag zum “fairen Handel” vorgestellt – zu einem Handel, der den Produzenten in Entwicklungsländern einen als fair verstandenen Erlös zukommen lässt. Die erste Europäische Messe für den “fairen Handel” wurde von der französischen Organisation Equi’sol veranstaltet, – das ist ein regionaler Verband für die Förderung des fairen Handels, erklärte der Chef von Equi’sol, Olivier Schultz: Der faire Handel sei eine internationale Bewegung, der es um einen verantwortungsbewussten Konsum gehe. In diesem Konzept seien soziale, wirtschaftliche und auch umweltpolitische Vorstellungen verbunden. Beim fairen Handel gehe es sowohl um die schlechte Entwicklung auf dem Planeten Erde, als auch um die Spaltung zwischen den Ländern des Nordens und des Südens, sagte Schultz.

Der Begriff “fairer Handel” ist nicht gesetzlich geschützt. Verschiedene Organisationen vergeben eigene Gütesiegel für Produkte. Die Europäische Kommission sollte Mindestkriterien festzulegen, sagte der deutsche Europaabgeordnete der Grünen, Frithjof Schmidt: es gebe Produkte mit Labels wie “ethischer Handel”, und es sollte für die Verbraucher klar sein, was genau damit gemeint sei: fair trade oder vielleicht fair trade light.

Am Freitag wurde die Messe zunächst nur für das Fachpublikum geöffnet, ab Samstagnachmittag hatte auch die Allgemeinheit Zugang. Die Veranstalter zählten insgesamt sechstausend Besucher.