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Kämpfe im Tschad weiten sich aus - hunderte Verletzte

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Kämpfe im Tschad weiten sich aus - hunderte Verletzte

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Die Kämpfe im Tschad weiten sich aus. In Ardré, im Osten des Landes, griffen Rebellen Regierungsgebäude an. Nach Militärangaben wurden sie dabei von der Luftwaffe des benachbarten Sudan unterstützt.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtete von mehreren hundert verletzten Zivilisten, allein in der Hauptstadt N’Djamena. Dort drangen Kämpfer zum Präsidentenpalast vor. Staatsoberhaupt Idriss Déby habe es bislang abgelehnt, sich außer Landes bringen zu lassen, hiess es aus Paris.

Unterdessen brachte die französische Armee weitere Ausländer nach Gabun in Sicherheit. Mehr als 500 Zivilisten seien nach Libreville geflogen worden, teilte das tschadische Außenministerium mit. Nach französischen Armeeangaben wurden zwei Soldaten bei der Evakuierung verletzt.

Zusammen mit französischen Vorauskommandos der EU-Schutztruppe EUFOR und aus Gabun verlegten Einheiten sind fast 2000 französische Soldaten in der früheren Kolonie stationiert. Sie leisteten Hilfe im Rahmen eines Kooperationsabkommens mit dem Tschad, sagte Verteidigungsminister Hervé Morin. Man werde sich aber nicht in den Konflikt einmischen.

Aus Sicherheitsgründen verlegte Frankreich im Tschad stationierte Kampfjets und ein Aufklärungsflugzeug nach Gabun. Die Kämpfe gefährden auch die Stationierung der EU-Truppe EUFOR, die Flüchtlinge aus dem Sudan beschützen soll. Die Entsendung sei bis Mittwoch aufgeschoben worden, sagte Morin weiter.