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Der gemässigte Tadic gewinnt serbische Präsidentschaftswahl

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Der gemässigte Tadic gewinnt serbische Präsidentschaftswahl

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Die Europäische Union ist erleichtert, und die slowenische Ratspräsidentschaft hat bereits gratuliert: In Serbien hat der gemässigte Boris Tadic die Stichwahl um die Präsidentschaft gewonnen. Der Amtsinhaber schlug damit seinen ultranationalistischen Herausforderer Tomislav Nicolic. In einer ersten Ansprache erklärte Tadic, Serbien habe Europa gezeigt, dass es eine wahre Demokratie sei; jetzt aber müsse das Land die kommenden Aufgaben vereint angehen.

Mit 50,6 Prozent fiel sein Sieg aber denkbar knapp aus. Dennoch: der unterlegne Nicolic erkannte seiner Niederlage an und kündigte aber gleichzeitig eine harte Opposition an, vor allen Dingen in der Frage der abtrünnigen Provinz Kosovo.

In den Straßen von Belgrad feierten Tadics Anhänger ihren Sieg. Für sie ist seine Wiederwahl ein klares Bekenntniss Serbiens zu dessen europafreundlichem Kurs. Auch die Presse werteten den Wahlausgang so: Serbien habe in einem Refrendum über seine Zukunft abgestimmt und sich auf den Weg in Richtung Westen begeben. Präsident Tadic war im Wahlkampf offen von der EU und den USA unterstützt worden. Seine Rivale Nikolic dagegen wollte eine Abkehr von Brüssel und ein engeres Bündnis mit Russland.