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Rebellen ziehen sich vorübergehend aus N'Djamena zurück

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Rebellen ziehen sich vorübergehend aus N'Djamena zurück

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Die Rebellen im Tschad haben sich vorübergehend aus dem Zentrum von N’Djamena zurückgezogen. Nach Berichten französischer Medien sammeln sie sich am östlichen Rand der Haupstadt, um der Zivilbevölkerung Gelegenheit zu geben, sich in Sicherheit zu bringen. Ein Sprecher der Rebellen sagte, die Offensive solle später fortgesetzt werden. Frankreich hat als ehemalige Kolonialmacht fast 2000 Soldaten im Tschad stationiert, die jedoch nach Auffassung der Regierung in Paris wegen eines fehlenden Mandates nicht in den Konflikt eingreifen dürfen. Am Wochenende wurden mehr als 700 Ausländer aus N’Djamena nach Gabun ausgeflogen. Von ihnen seien gut 200 nach Paris gebracht worden, darunter 130 Franzosen und 70 Menschen anderer Nationalitäten. Mehr als 200 Ausländer sollen sich noch auf einem französischen Militärstützpunkt in der Hauptstadt des Tschad befinden. Die Offensive richtet sich gegen Präsident Idriss Déby, der sich 1990 selbst an die Macht geputscht hatte. In New York kam der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um über die Lage im Tschad zu beraten. Auch der Einsatz der EU-Truppe EUFOR im Tschad ist gefährdet. Sie soll hunderttausende Flüchtlinge aus der Krisenregion Darfur in der Grenzregion zum Sudan schützen.