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Berlusconi könnte Mitte April wieder italienischer Regierungschaf werden

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Berlusconi könnte Mitte April wieder italienischer Regierungschaf werden

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Nach dem Sturz der Mitte-Links-Regierung von Romano Prodi müssen die Italiener wieder an die Urnen: am 13. und 14. April, zum zweiten Mal in nur knapp 20 Monaten. Staatspräsident Giorgio Napolitano hatte am Vormittag das Parlament aufgelöst, nachdem sein Versuch den Senatpräsidenten Franco Marini eine Übergangsregierung bilden zu lassen gescheitert war. Marini hätte zunächst das Wahlrecht reformieren sollen, um stabilere Mehrheiten zu ermöglichen. Dazu aber wäre die Unterstützung der auch rechten Parteien nötig gewesen, die diese verweigerten.

Der nunmehr nur noch provisorisch amtierende Prodi unterzeichnete das Dekret zur Auflösung der beiden Parlamentskammern – einer seiner letzten größeren Amtshandlungen, auch wenn er formal bis zur Einführung einer neuen Regierung Ministerpräsident bleibt. Anschließend stellte er klar, dass er im April nicht noch einmal wier antreten werde. Ganz anderes sein langjähriger Rivale: Oppositionsführer Silvio Berlusconi hatte der vom Präsidenten vorgeschlagenen Übergangsregierung seine Unterstützung verweigert, weil er in in dem Umfragen wieder weit vorne liegt. Auf der Linken wird Roms Bürgermeister Walter Veltroni ins Rennen gehen, mit seiner erst im Oktober gegründeten Sammlungspartei “Partito Democratico”.