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Italien im Neuwahlkampf - Prodi tritt nicht wieder an

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Italien im Neuwahlkampf - Prodi tritt nicht wieder an

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Mit der Auflösung des Parlaments hat in Italien der Wahlkampf begonnen. Am 13. und 14. April wird nach nur zwei Jahren neu gewählt – ohne neues Wahlrecht, und ohne Romano Prodi.

Für die Linke geht stattdessen Roms Bürgermeister Walter Veltroni ins Rennen, mit seiner erst im Oktober gegründeten “Partito Democratico”, und zwar allein, ohne Allianzen: “Ich bin überzeugt, dass jetzt nur ein neues politisches Programm punkten kann, eines, dass es 15 Jahre nicht gab, dass die Nichtwähler an die Urnen ruft, und dafür sorgt, dass die Unentschlossenen sich entscheiden.”

Und auch in Rom hat das US-Vorwahl-Fieber Spuren hinterlassen: “Yes we can”, sagte Veltroni, und “Grazie”.

Bei der Rechten haben sich mehrere Parteien im “Casa delle Liberta”, im Haus der Freiheiten eingefunden, um mit Silvio Berlusconi zu gewinnen. Der sei nicht wie Noah, der von jeder Spezie zwei Exemplare in seiner Arche hatte, sondern wie Mose, der sein Volk zum großen Sieg führt, erklärte Roberto Maroni von der Liga Nord.

Umfragen sprechen dafür, dass Berlusconi ein drittes Mal an die Macht kommt. Eine von der Linken angestrebten Reform des Wahlrechts lehnte er ab – denn er selbst hatte es 2006 zugunsten seiner kleineren Bündnis-Partner ändern lassen.