Eilmeldung

Eilmeldung

Regierung des Tschad um Normalität bemüht

Sie lesen gerade:

Regierung des Tschad um Normalität bemüht

Schriftgrösse Aa Aa

Wenige Tage nach dem Ende der Kämpfe im Tschad ist die Regierung um Normalität bemüht. Das Land sei unter Kontrolle, liess Präsident Idriss Déby die Menschen wissen. Ermutigt kehrten Hunderte aus Kamerun zurück. Zehntausende hatten sich dorthin geflüchtet. Während Frankreichs Außenminister Kouchner warnte, die Rebellen könnten sich neu formieren, wiegelte Déby ab: “Die Situation ist gut, wir kontrollieren nicht nur die Hauptstadt, sondern auch den Rest des Landes.”

Und noch eine gute Nachricht hatte der Präsident: Sollte Frankreich um Begnadigung der sechs französischen “Arche de Zoé”-Mitarbeiter bitten, werde er dies in Erwägung ziehen. Wegen versuchter Kindesentführung sind diese inzwischen in Frankreich in Haft.

Zuvor hatte Verteidigungsminister Hervé Morin Déby seine Unterstützung zugesagt: Frankreich wolle die Stabilität des Tschad erhalten. Beim Besuch in N’Djamena bestätigte Morin auch, dass weitere Rebellen von der sudanesischen Grenze aus auf die Hauptstadt vorrückten.

Die Rebellen beanspruchen einen Anteil an den Öl-Einnahmen des Landes. Ein Sprecher rief Paris auf, sich aus dem Konflikt herauszuhalten. Inzwischen bargen Helfer Tote in den Straßen N’Djamenas. Nach Angaben des Roten Kreuzes starben bei den Kämpfen bis zu 160 Menschen, rund eintausend wurden verletzt.