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Streit um Afghanistanengagement überschattet NATO-Frühjahrstagung

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Streit um Afghanistanengagement überschattet NATO-Frühjahrstagung

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Wieviel Truppen entsendent welches NATO-Mitglied wohin in Afghanistan? Der Streit um diese Frage beherrschte das Treffen der Aussenminister des Nordatlantikpaktes in Vilius. Einigkeit herrschte in der litauischen Hauptstadt, dass mehr getan werden müsse. Wie aber die Lasten verteilt werden, in diesem Punkt gabe es keine Bewegung.

US-Verteidigungsminister Gates hatte bereits im Vorfeld des Gipfels vor einer Spaltung des Bündnisses gewarnt. Es könne nicht sein dass es einerseits Partner gäbe, die bereit seien für die Sicherheit anderer zu sterben, und andererseits welche, die dieses Risiko scheuen.

Gemeint war damit vor allem die deutsche Weigerung Truppen auch in den umkämpften Süden Afghanistans zu schicken. Der deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Jung bekräftigt aber die Position seines Landes.

Und auch NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer verteidigte die deutsche Position. de Hoop Scheffer stellteklar, dass alle NATO-Partner sich bewusst seinen, dass es sich in Afghanistan um eine langfristige Mission handele. Alle Mitgliedsländer engagierten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Und schließlich müsse man ja nicht damit rechnen, dass das militärische Engagement eine ganze Generation dauere…”

Zum Ende des Tages versuchte Gates dann doch das Gute an dem Treffen zu sehen: Er sei ermuitigt durch die Gespräche mit seinen NATO-
Kollegen. Wenn die zusätzlichen Soldaten nicht kämen, so wäre das “eine Enttäuschung, aber kein Scheitern”.