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Sarkozy will mehr Polizisten in Frankreichs Vorstädten

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Sarkozy will mehr Polizisten in Frankreichs Vorstädten

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Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat seinen Plan für die von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Vorstädte vorgelegt. Vier Wochen vor der Kommunalwahl löst er damit ein Versprechen ein, das er vor der Präsidentschaftswahl im vergangenen Frühjahr gegeben hatte: “Die Reform der Förderung von Unternehmensgründungen wird dazu führen, dass wir in den kommenden drei Jahren 100.000 Jugendlichen einen Arbeitsplatz anbieten können”, so Sarkozy, “das hat es in der Geschichte der Vorstädte noch nicht gegeben.” Er, Sarkozy, wolle ein Frankreich, das anständige Menschen beschützt und härter gegen diejenigen vorgeht, die den anderen das Leben zur Hölle machen. Um die Ghettobildung durch schlechte Verkehrsanbindung zu vermeiden, sollen 500 Millionen Euro für den Ausbau von Straßenbahn- und
Busverbindungen eingesetzt werden. Das Geld dafür solle aus dem Umweltbudget kommen. Sarkozy hatte auch Bürgermeister und Jugendliche aus den Vorstädten in den Elysée-Palast eingeladen. In den französischen Ballungsräumen kommt es seit Jahren zu Gewaltausbrüchen. Am schlimmsten war es im Herbst 2005, als wegen drei Wochen anhaltender Unruhen der Ausnahmezustand verhängt wurde.