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Spanien verbietet weitere Baskenparteien

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Spanien verbietet weitere Baskenparteien

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Einen Monat vor der Parlamentswahl in Spanien sind
die beiden letzten Separatisten-Parteien aus dem Umfeld der baskischen Untergrundorganisation ETA vorläufig verboten worden. Ermittlungsrichter Baltasar Garzon untersagte der Kommunistischen Partei des Baskenlandes (PCTV) und der Nationalistischen Baskischen Aktion (ANV) für zunächst drei Jahre sämtliche Aktivitäten und schloss sie von der Wahl aus.

Die neun Abgeordneten der PCTV im
baskischen Regionalparlament sowie die rund 40 ANV-Bürgermeister in Nordspanien bleiben bis auf weiteres im Amt.

Stunden zuvor hatten mutmaßliche ETA-
Mitglieder einen Bombenanschlag auf ein Gericht in der baskischen Ortschaft Bergara verübt. Verletzt wurde niemand. Die 15-Kilo-Bombe richtete jedoch erheblichen Sachschaden an.

Der Anschlag auf das Gerichtsgebäude ist nach Ansicht der Behörden eine Botschaft der ETA in Bezug auf die juristischen Schritte gegen die beiden baskischen Parteien. Kurz vor der Explosion hatte ein anonymer Anrufer die Polizei im Namen der ETA gewarnt.