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Sicherheitskonferenz in München eröffnet

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Sicherheitskonferenz in München eröffnet

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Das Kosovo und Afghanistan gehören zu den Schwerpunkten bei der diesjährigen Münchener Sicherheitskonferenz, die am Abend begonnen hat. Für drei Tage vereint die Konferenz wieder Außen- und Sicherheitsexperten; viele von ihnen kommen zum Beispiel gerade vom Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Litauen.

Vor allem in der Kosovo-Frage drängt die Zeit: Möglicherweise schon nächstes Wochenende wird sich die serbische Provinz einseitig für unabhängig erklären. Die Kosovo-Regierung rechnet mit einer Anerkennung durch mehr als hundert Länder.

Serbiens gerade wiedergewählter Präsident Boris Tadic warnt zum Konferenzauftakt vor den Folgen. Er spricht von einer Teilung Serbiens gegen dessen Willen. Ein unabhängiges Kosovo sei ein Beispielfall: Viele andere Auseinandersetzungen könnten sich dann ausweiten, eingefrorene Konflikte auftauen, sonst wie viele neue Konflikte aufbrechen.

Wie schon bei der NATO-Tagung wird es auch hier in München darum gehen, wie die Lasten des Afghanistankriegs aufgeteilt werden sollten. Damit steht vor allem Deutschland erneut unter Druck, neben seiner Mission im Norden des Landes auch Soldaten in den umkämpften Süden zu schicken. Die
Regierung verweist allerdings auf das Mandat des Bundestags oder darauf, dass auch die deutschen Aufklärungsflüge in Südafghanistan den NATO-Truppen am Boden helfen.