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Skandal um Sprit im Speiseöl: EU-Behörde schaltet sich ein

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Skandal um Sprit im Speiseöl: EU-Behörde schaltet sich ein

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Nach den Funden von verunreinigtem Sonnenblumenöl in mehreren EU-Staaten untersucht die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Stichproben. Die Produkte wurden in den betroffenen Ländern – bislang Spanien, Frankreich, Italien und die Niederlande – aus dem Verkehr gezogen.

In dem Sonnenblumenöl, das aus der Ukraine stammt, wurden Spuren von Mineralöl gefunden, jedoch in geringer Konzentration, die für die Verbraucher nicht gefährlich sei, hieß es bei der EU-Kommission. Deren Sprecher redete bereits von Betrug: Mineralöl sei illegal in das Sonnenblumenöl gelangt. Mit Hilfe des Frühwarnsytems der EU werde der Weg des Öls zurückverfolgt und geprüft, ob es veredelt wurde oder nicht. Und jedes Öl, das Spuren von der verunreinigten Ware enthält, werde vom Markt genommen – dies sei schon im Gange.

40.000 Tonnen verunreinigtes Öl gelangten laut Kommission in die vier Staaten. Marken wurden zunächst nicht genannt. Insbesondere die Spanier sind alamiert, nachdem dort in den Achtziger Jahren etwa tausend Menschen durch gepanschtes Rapsöl ums Leben kamen.