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Inflation in der Eurozone im April gesunken

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Inflation in der Eurozone im April gesunken

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Der Preisauftrieb in der Eurozone hat erstmals seit Monaten wieder abgenommen. Die jährliche Inflationsrate sank im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 3,3 Prozent. Das teilte die Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg in einer ersten Schätzung mit.

Nach Ansicht von Analysten ist der Rückgang das Ergebnis eines schwindenden Verbrauchervertrauens und damit niedrigerer Ausgaben. Von Januar bis März war die Teuerungsrate von Monat zu Monat gestiegen. Im Durchschnitt liegt sie über drei Prozent, deutlich oberhalb der EZB-Warnschwelle von zwei Prozent.

Die EU-Kommission betrachtet die Inflation derzeit als das größte wirtschaftliche Problem, da höhere Preise gerade die ärmeren Schichten der Gesellschaft treffen. Darauf wies Währungskommissar Joaquin Almunia kürzlich ausdrücklich hin.

Das gilt neben teureren Nahrungsmitteln vor allem für die hohen Kosten für Energie und Kraftstoffe. Viele Haushalte müssen sich hier einschränken, doch aufs Autofahren kann meist nicht verzichtet werden. Die Spritpreise springen derzeit von Rekord zu Rekord. Eine Trendwende ist nicht in Sicht – solange die Dollarschwäche anhält.