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Anhörungen im US-Kongress zu Nahrungsmittelkrise begonnen

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Anhörungen im US-Kongress zu Nahrungsmittelkrise begonnen

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Mit den Folgen der stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise beschäftigt sich nun auch der US-Kongress in Washington. Der gemeinsame Wirtschaftsausschuss von Senat und Repräsentantenhaus begann dazu eine Serie von Anhörungen.

Dabei geht es etwa um Auswirkungen auf die US-Haushalte und auf karitative Einrichtungen wie Suppenküchen. Denn Supermärkte hatten ihre Spenden reduziert. Die Zahl der Bedürftigen, die in Suppenküchen kostenlose Mahlzeiten bekommen, war zuletzt deutlich gestiegen.

Die Preise für Grundnahrungsmittel hatten sich weltweit im Laufe eines Jahres zum Teil dramatisch verteuert. Und zwar für Mais um 31 Prozent, für Reis um 74, für Soja um 87 und für Weizen sogar um 130 Prozent.

Nach Meinung von Experten wird dieser Trend anhalten – wenn auch weniger stark. Die Preise würden wieder sinken, meint He Changchui von der Welternährungsorganisation, aber nicht auf das Niveau von vor der Krise.

Besonders kritisch ist die Lage in Reis-exportierenden Ländern wie Thailand. Dort hat sich der Preis pro Tonne seit Jahresbeginn fast verdreifacht. Befürchtet werden nun soziale Unruhen in ganz Asien. Viele Arme können sich dieses Hauptnahrungsmittel nur noch schwer leisten.