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Bank von England hält Subprime-Verluste der Finanzbranche für übertrieben

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Bank von England hält Subprime-Verluste der Finanzbranche für übertrieben

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Die Bank von England hält die durch die Finanzkrise verursachten Verluste der Banken für weit übertrieben. Die von der Kreditwirtschaft bisher bekannt gemachten Abschreibungen seien vermutlich gerade einmal nur halb so hoch, schreibt die Londoner Notenbank in ihrem Halbjahresbericht.

Nach Meinung der Bank, die Northern Rock und die Royal Bank of Scotland vor der Pleite gerettet hatte, trägt vor allem die Liquiditätsknappheit der Finanzbranche zu einer Verzerrung der Situation bei.

Die tatsächlichen Verluste schätzen die Währungshüter auf knapp über 100 Milliarden Euro. Diese Zahl steht in krassem Gegensatz zu Schätzungen der OECD und besonders des Internationalen Währungsfonds, der seinerseits die Verluste auf 645 Milliarden Euro taxiert.

Die durch faule Immobilienkredite in den USA ausgelöste weltweite Krise hat indes nicht nur die Banken zum Opfer. Wie ein Sprecher der britischen Obdachlosenhilfsorganisation Shelter erklärt, können im Königreich bis zu 60.000 Haushalte ihre Hypothekenkredite nicht mehr bedienen. Ihnen drohe eine Enteignung.

Die Bank von England sieht ein baldiges Ende der Krise. Für viele Hausbesitzer könnte es dennoch zu spät sein.