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Klage: EU hat vom Müllproblem in Süditalien die Nase voll

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Klage: EU hat vom Müllproblem in Süditalien die Nase voll

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Jetzt ist der Müllgestank in Süditalien auch der EU-Kommission in die Nase gestiegen. Sie hat die italienische Regierung vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt.

Der Vorwurf: Italien habe die EU-Rahmenrichtlinie für die Müllbeseitigung mißachtet. Sollten die EU-Richter der Klage stattgeben, droht Italien wegen der wochenlang nicht weggeräumten Müllberge in
Neapel und in der Region Kampanien ein Strafgeld in Millionenhöhe.

Pia Bucella, Direktorin der Umweltdirektion der Europäischen Kommission:

“Bis heute gibt es kein arbeitsfähiges System einer umfassenden Müllbeseitigung.” Im vergangenen Jahr habe es keine Müllverbrennung gegeben. Und heute könne davon immer noch keine Rede sein.

Die Müllberge waren seit dem vergangenen Frühjahr immer wieder wochenlang liegen geblieben. Im Dezember mußten in der Region Neapel Schulen geschlossen werden.

Zwar habe sich nach Einsetzung eines italienischen “Kommissars zur
Behebung des Müllnotstands” die Lage etwas entspannt, so die EU-Kommission. Doch reichten
die Maßnahmen keineswegs aus, um die Probleme langfristig in den Griff zu bekommen. Die Müllkrise könne jederzeit wieder ausbrechen.

Italien und die EU streiten wegen der Müllfrage schon seit 14 Jahren.