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Araber erinnern an ihre Sicht auf Israels Staatsgründung

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Araber erinnern an ihre Sicht auf Israels Staatsgründung

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Den Palästinensern und anderen Arabern ist an diesem Tag nicht zum Feiern: Sie kennen die israelische Staatsgründung nur als Nakba, die Katastrophe. Das Gebiet Israels ist in ihren Augen nach wie vor ihr Land.

Mit einem zehn Meter langen Schlüssel ziehen einige von ihnen durch die Stadt Bethlehem: Er soll ihr Symbol sein für den Glauben an eine Rückkehr.

Manche warten auf diese Rückkehr schon seit sechzig Jahren, wie dieser Mann, Najef al-Chatib, in einem Flüchtlingslager im Libanon: “Diese Dokumente zeigen, wieviel Grundsteuer ich damals an die Briten bezahlt habe”, erzählt er. “Andere Papiere beweisen, dass ich selbst angebautes Obst und Tomaten von meinem Land verkauft habe. Jetzt sind wir hier, und ich kann mir nicht mal ein Kilo Tomaten leisten.”

Rund siebenhunderttausend Palästinenser flüchteten damals aus dem neuen Staat Israel, oder sie wurden vertrieben. Mit ihren Nachkommen sind es heute wohl vier Millionen, die wieder in ihre alte Heimat zurückkehren wollen: für Israel eine Unmöglichkeit – und für alle Friedensgespräche eins der größten Hindernisse.