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Vorsicht bei falschen Schnäppchen beim Ticketkauf im Internet

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Vorsicht bei falschen Schnäppchen beim Ticketkauf im Internet

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Dem Flugticketverkauf im Internet kan man offensichtlich weiterhin nicht unbedingt trauen: Jeder dritte Verbraucher wird nach einer Erhebung der EU-Kommission dabei irregeführt oder schlicht geschröpft. Deshalb droht sie den Unternehmen mit gesetzlichem Zwang, wenn sie binnen eines Jahres die Misstände nicht abstellen.

Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva beklagt, dass auf jeder dritten Webseite bei der Erhebung in den vergangenen sieben Monaten ernstliche Verstöße gegen die EU-Verbrauchergesetzgebung festgestellt worden seien, die durch ensptrechende Zwangsvollstreckungs-Verfahren geahndet werden mussten.

So werden den Kunden zum Beispiel automatisch Gepäckversicherungen untergeschoben, die sie selbst wieder streichen müssen bei der Buchung, es werden nicht verfügbare Schnäppchen angepriesen oder nachteilige Vertragsbedingungen gestellt.

Unter den 79 Seiten, auf denen die Verbraucher über die Preise getäuscht wurden, waren 44 Seiten von Fluggesellschaften, 27 von Reiseveranstaltern und acht Seiten, die Preisvergleiche anbieten. 15 EU-Staaten und Norwegen beteiligten sich an der Erhebung.

Namen wurden in den meisten Ländern nicht genannt, in Schweden und Norwegen wurden allerdings Listen veröffentlicht. Unter den Schwarzen Schafen war auch Lowcost-Marktführer Ryanair. Gut die Hälfte der Fälle ist laut Kommission inzwischen behoben, nachdem die nationalen Behörden intervenierten.