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EU-Delegation will zwischen Moskau und Tiflis vermitteln

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EU-Delegation will zwischen Moskau und Tiflis vermitteln

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Um die wachsenden Spannungen zwischen Georgien und Russland zu mildern, wird eine Delegation von EU-Außenministern nach Tiflis reisen. Am Montag wollen sich die Minister aus Slowenien, Polen, Litauen und Schweden in Georgien selbst ein Bild von der Lage machen, wie der slowenische EU-Ratsvorsitzende, Außenminister Dimitrij Rupel, mitteilte.

Der seit Jahren schwelende Konflikt zwischen beiden Staaten hat sich in den vergangenen Wochen verschärft, nachdem Russland im April beschlossen hatte, offizielle Bezierungen mit Georgiens abtrünnigen, russlandfreundlichen Regionen Abchasien und Südossetien aufzunehmen.

Zudem hatte Moskau mit der Aufstockung seiner Soldaten in Abchasien und zusätzlichen Grenzkontrollstellen für Ärger in Tiflis gesorgt. Etwa 2500 Russen wachen mit Mandat der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten über den Waffenstillstand in Abchasien. Russland begründet seinen Vorstoß damit, seine in Abchasien lebenden Staatsbürger schützen zu wollen. Georgien wie Russland werfen sich militärische Provokation vor, Georgiens Präsident sprach jüngst davon, am Rande eines Kriegs zu sein. Doch wolle man den Konflikt diplomatisch lösen.