Eilmeldung

Eilmeldung

Birmanische Militärjunta blockiert internationale Hilfslieferungen für Notleidende

Sie lesen gerade:

Birmanische Militärjunta blockiert internationale Hilfslieferungen für Notleidende

Schriftgrösse Aa Aa

Die internationale Hilfe für die Zyklon-Opfer in Myanmar, dem ehemaligen Birma, kommt nur schleppend voran. Nach wie vor verweigert die Militärjunta ausländischen Helfern die Einreise. Die Vereinten Nationen rechnen mit bis zu 100.000 Todesopfern und knapp zwei Millionen Menschen, die dringend Lebensmittel und Medikamente benötigen. Birmanische Ärzte sind hoffnungslos überfordert. “Die Situation ist außer Kontrolle”, klagt ein Mediziner im besonders schwer getroffenen Irrawaddy-Delta, “es sind zu viele Patienten und es kommt viel zu wenig Hilfe.”

Während die Militärregierung darauf beharrt, dass Hilfsgüter in Rangun abgeliefert werden müssen, wollen sich einige Länder nicht länger hinhalten lassen. Frankreich etwa kündigte an, ein Schiff nach Birma zu entsenden und die Hilfe direkt an die Betroffenen verteilen zu lassen. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR schickte Lastwagen aus Thailand, aber der Konvoi wurde wenige Kilometer nach der Grenze vom birmanischen Militär gestoppt. Das Material solle am Sonntag weitergeleitet werden, hieß es. Einen kleinen Erfolg meldeten die Briten: Mehrere Rot-Kreuz-Flugzeuge konnten in Birma landen.