Eilmeldung

Eilmeldung

Gespannte Ruhe nach Gewaltausbruch in Beirut - Westen beschuldigt Iran und Syrien

Sie lesen gerade:

Gespannte Ruhe nach Gewaltausbruch in Beirut - Westen beschuldigt Iran und Syrien

Schriftgrösse Aa Aa

Nach den schweren Ausschreitungen in der libanesischen Hauptstadt Beirut mit mindestens 20 Todesopfern waren am darauffolgenden Morgen kaum noch maskierte Bewaffnete zu sehen. Kämpfer der Hisbollah hatten mehrere Stadtviertel unter ihre Kontrolle gebracht, nachdem Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah in einer Rede von einer Kriegserklärung der libanesischen Regierung gegenüber der Hisbollah gesprochen hatte. Die Bevölkerung wagte sich nur zögernd wieder auf die Straße, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. “Wir haben genug”, klagt eine alte Frau. “Hoffentlich reden die Mächtigen miteinander und beenden dieses Chaos. Wir wollen leben. Letzten Ende sind wir ein Volk.” Auch ein Mann fordert ein Ende der Gewalt: “Wir sind gute Bürger, aber wer wird uns beschützen? Die jungen Leute fliehen aus dem Libanon, aber wer wird sich um ältere Menschen wie uns kümmern? An welche Tür können wir klopfen?”

In mehreren Städten im Libanon war es zu Gewaltausbrüchen gekommen. Die USA und die EU verurteilten die Ausschreitungen scharf und betonten, sie würden die libanesische Regierung weiterhin unterstützen. Der Iran wies Vorwürfe zurück, er stecke gemeinsam mit Syrien hinter der Eskalation. Vielmehr, so hieß es aus Teheran, seien die USA und Israel für die jüngsten Ereignisse verantwortlich.