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Myanmar: Referendum beginnt trotz Wirbelsturmkatastrophe

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Myanmar: Referendum beginnt trotz Wirbelsturmkatastrophe

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Trotz der Wirbelsturmkatastrophe wird heute in Myanmar ein Verfassungsreferendum abgehalten. In einem Großteil des Landes sind die Abstimmungslokale geöffnet, nur in 47 Gemeinden werde die Abstimmung verschoben, berichtete das staatliche Fernsehen. Die Junta will sich ein Viertel der Sitze im Parlament und Schlüsselposition in der Regierung sichern.

“In der Öffentlichkeit kamen nur die Befürworter des Referendums zu Wort. Eine Kampagne dagegen war nicht erlaubt.”, sagte ein ausländischer Beobachter. “Menschen die Flugblätter mit einem “Nein” verteilt haben wurden einfach eingesperrt. Das ist eine Farce”.

Die Nationalliga und Dissidenten im Ausland haben das Referendum scharf kritisiert. Die Oppostionspartei “Nationalliga für Demokratie” von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, rief die Junta auf, das Referendum zu verschieben, damit die Behörden sich um die Opfer der Naturkatastrophe kümmern können. Auch ausländische Beobachter bezweifeln, dass die Stimmabgabe angesichts des Chaos in einigen Teilen des Landes überhaupt vernünftig über die Bühne gehen kann.