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Tauziehen um Hilfslieferungen für Notleidende in Myanmar geht weiter

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Tauziehen um Hilfslieferungen für Notleidende in Myanmar geht weiter

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Die Lage der Zyklon-Opfer in Myanmar, dem ehemaligen Birma, bleibt verzweifelt. Mehr als eine Million Menschen gelten als notleidend. Die Zahl der Toten beträgt nach Schätzungen der Vereinten Nationen bis zu 100.000, während die Militärjunta ihre eigenen Angaben von 23.000 Toten bislang nicht korrigiert hat. Nach wie vor ist unklar, wie mit den Hilfslieferungen verfahren wird: Das UN-Welternährungsprogramm will die Mittel von eigenen Hilfskräften verteilen lassen – das Militärregime verlangt, dass die Lieferungen bloß in der Hafenstadt Rangun abgegeben werden. “Uns läuft die Zeit davon”, klagt UN-Sprecher Richard Horsey. “Das Risiko ist hoch, dass Cholera und andere Durchfallerkrankungen sich ausbreiten, denn es gibt kein sauberes Trinkwasser und keine sanitären Einrichtungen. Das könnte zu einer weiteren Katastrophe führen, die so tödlich wäre wie der Zyklon.”

Das UN-Welternährungsprogramm schickte am Samstag weitere Hilfslieferungen nach Rangun, wobei unklar blieb, ob die Nahrungsmittel gleich verteilt werden können. Am Freitag hatte die Organisation die Hilfe wegen der harten Haltung der Militärjunta vorübergehend eingestellt.