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Gefechte auch im Norden des Libanon - Siniora zieht Vergleich mit Krieg gegen Israel

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Gefechte auch im Norden des Libanon - Siniora zieht Vergleich mit Krieg gegen Israel

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Die Situation im Libanon bleibt angespannt. Am Wochenende weiteten sich die Kämpfe zwischen Regierungsanhängern und -gegnern auch auf den Norden des Landes aus. Nach heftigen Gefechten mit mehreren Toten in der Hafenstadt Tripoli rollten auch hier die Panzer der Armee durch die Straßen. In mehreren vor allem von Drusen bewohnten Vierteln der Hauptstadt Beirut kam es erneut zu Gefechten. Der libanesische Ministerpräsident Fuoad Siniora zog einen bitteren Vergleich. Was in Beirut vorgehe, sagte Siniora, wo unschuldige Zivilisten angegriffen würden, sei etwas, was noch nicht einmal Israel im Krieg gegen dem Libanon 2006 gewagt hätte.

Mehr als 40 Menschen wurden nach Angaben der Polizei in den vergangenen fünf Tagen in Beirut getötet. Zahlreiche Trauernde nahmen an den Begräbnisfeierlichkeiten für die Opfer der Gewaltausbrüche teil. Der ehemalige Ministerpräsident des Libanon, Omar Karami, der die pro-syrische Opposition unterstützt, appellierte an seine Landleute, nicht auf die Stimmen aus dem, Ausland zu hören. Denn, so Karami: “Jedes Land versucht nur, uns für seine eigenen Interessen zu benutzen.”

Die Außenminister der Arabischen Liga berieten auf einer Dringlichkeitssitzung in Kairo über die Krise im Libanon. Sie forderten ein Ende der Kämpfe und die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit. Ägypten und Saudi-Arabien, die beide die Regierung Siniora unterstützen, hatten das Treffen beantragt.